Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen zu den Wechseljahren.

1. Was versteht man unter der Menopause, Klimakterium oder Wechseljahren?

Die Menopause ist ein medizinisch definierter Begriff. Er beschreibt den Zeitpunkt der letzten Monatsblutung innerhalb der Wechseljahre, auf den seit einem Jahr keine weitere Regelblutung gefolgt ist. Der gesamte Zeitraum der Hormonumstellung wird als Wechseljahre oder Klimakterium bezeichnet.

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2. Wann beginnen die Wechseljahre?

Normalerweise beginnen die Wechseljahre etwa ab Mitte 40. Allerdings ist auch ein früherer oder ein späterer Beginn möglich. In seltenen Fällen kann die Periodenblutung bereits vor dem 40. Lebensjahr aussetzen. In diesen Fällen spricht man von vorzeitigen Wechseljahren oder Klimakterium praecox.

Wechseljahre unter 40? Das müssen Sie beachten ›

3. Wann sind die Wechseljahre vorbei?

In den Wechseljahren kommt es zu einer langsamen Umstellung des Hormonhaushalts. Dieser Prozess dauert etwa 12 bis 15 Jahre und kann gelegentlich auch darüberhinaus andauern. Die gute Nachricht ist, dass die typischen Wechseljahresbeschwerden Sie äußerst selten den ganzen Zeitraum begleiten. In der Regel treten die klassischen Symptome etwa zwei bis drei Jahre lang auf. In selteneren Fällen leiden betroffene Frauen bis zu fünf oder sechs Jahren lang unter diesen Belastungen der Hormonumstellung. Ein Teil der Frauen in den Wechseljahren haben keine Beschwerden oder die typischen Symptome treten nur über einen relativ kurzen Zeitraum auf. Die Beschwerden werden dabei von Frau zu Frau sehr unterschiedlich stark empfunden.

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4. Wie verlaufen die Wechseljahre?

Frauen erleben das Klimakterium in Phasen, die sich überschneiden können. Ausgehend von der Menopause – durchschnittlich im Alter von 51 Jahren – erhalten diese Abschnitte ihren Namen. Rund 2 bis 7 Jahre vor der letzten Regelblutung leiten unregelmäßig werdende Monatsblutungen die Prämenopause ein. Erste leichte Wechseljahresbeschwerden können auftreten. Die Perimenopause findet etwa 2 Jahre vor und nach der Menopause statt. Klimakterische Beschwerden können sich verstärken. Nach der Menopause folgt die Postmenopause. Sie dauert etwa 10 Jahre. Durch den Östrogenmangel steigt in dieser Phase das Osteoporoserisiko.

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5. Woran kann ich den Beginn der Wechseljahre erkennen?

Die Wechseljahre wirken sich individuell sehr unterschiedlich aus. Das erste typische Anzeichen sind unregelmäßig oder seltener werdende Regelblutungen. Auch die Intensität der Blutungen kann sich verändern. Häufig begleiten körperliche und psychische Symptome dauerhaft oder phasenweise die Wechseljahre. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, kann Ihr Arzt im Rahmen von Blutuntersuchungen die Konzentration der betreffenden Hormone feststellen.

Die Symptome und Beschwerden im Überblick ›

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6. Welche Symptome können in den Wechseljahren auftreten?

Es gibt eine Vielzahl an möglichen Symptomen, die vereinzelt oder in Summe auftreten können, allerdings nicht müssen. Hierzu zählen neben Hitzewallungen Schweißausbrüche, Schwindel, Schlaflosigkeit, Scheidentrockenheit, Kopfschmerzen und trockene Haut. Die Hormonumstellung und der Stress in den Wechseljahren bringen für einige Frauen auch mentale und seelische Beschwerden mit sich, wie z.B. innere Unruhe, Ängste und Reizbarkeit, ein Gefühl der Erschöpfung und Probleme mit dem Gedächtnis oder der Konzentration. Zum Teil treten auch Beschwerden in der Muskulatur und in den Gelenken auf.

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7. Wie lange muss ich verhüten?

Bis zum endgültigen Ausbleiben der Menstruation ist eine Schwangerschaft möglich.

8. Wie verhüte ich während der Wechseljahre am besten?

Frauen, die noch sporadische Regelblutungen in den Wechseljahren haben, sollten auf jeden Fall verhüten. Hormonelle Verhütungsmittel (Pille) bergen ein erhöhtes Thromboserisiko gerade für Raucherinnen sowie Frauen mit Übergewicht und erhöhtem Blutdruck. Kondom und/oder Diaphragma verhindern die Befruchtung als mechanische Sperren und haben im Regelfall keine Nebenwirkungen. Natürliche Verhütungsmethoden basieren auf der Regelmäßigkeit des weiblichen Zyklus und sind in den Wechseljahren keine sinnvolle Alternative.

9. Gehören Stimmungsschwankungen immer zu den Wechseljahren?

Ängstliche Unruhe, Reizbarkeit und seelische Verstimmung sind in den Wechseljahren keine Seltenheit. Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen, weil sie die für das seelische Gleichgewicht verantwortlichen Neurotransmitter im Gehirn durcheinander bringen. Planen Sie Pausen ein, in denen Sie Sport treiben oder sich bewusst entspannen und Sie werden sich besser fühlen. Auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, dass Sie sich wohl fühlen.

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10. Was sind Hitzewallungen?

Hitzewallungen fühlen sich wie eine heiße Welle an, die den Körper überflutet. Die Ursache liegt in einer hormonell bedingten Störung der Wärmeregulierung im Gehirn. Um sich Kühlung zu verschaffen veranlasst der Körper, dass sich die Blutgefäße unter der Haut plötzlich weiten und mehr warmes Blut durch die Haut strömt. Aus dem gleichen Grund tritt – häufig begleitend – plötzlich ein starkes Schwitzen auf.

11. Kann ich etwas gegen Hitzewallungen unternehmen?

Verhindern lassen sich Hitzewallungen meist nicht. Aber Sie haben einen gewissen Einfluss auf die Intensität und Häufigkeit der Hitzewallungen. Verzichten Sie auf Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee sowie auf scharfe Gewürze, weil diese das Auftreten von Hitzewallungen begünstigen. Durch mehrere Schichten leichter Kleidung (Zwiebelschalen-Prinzip) können Sie außerdem flexibel auf Hitze und Kälte reagieren. Klimaktoplant® N enthält mit Cimicifuga und Sanguinaria zwei homöopathische Wirkstoffe, die Hitzewallungen und Schweißausbrüche lindern können.

12. Bewirken Wechseljahre Haarausfall?

Der weibliche Körper produziert auch das männliche Hormon Testosteron. Vor den Wechseljahren schränken die weiblichen Geschlechtshormone dessen Wirkung ein. Die Östrogenkonzentration kann in den Wechseljahren ab einem gewissen Punkt so niedrig sein, dass das Testosteron ein Übergewicht bekommt. Dann kann es zu Haarausfall am Kopf und zu verstärktem Haarwuchs auf der Oberlippe und am Kinn kommen.

13. Wie hängen Wechseljahre und Gewichtszunahme zusammen?

Verschiedene Faktoren können in den Wechseljahren dazu führen, dass Sie zunehmen: Nach der Menopause braucht der Körper keine Energie mehr, um den Monatszyklus aufrechtzuerhalten. Dazu kommt, dass sich der Stoffwechsel ab einem Alter von etwa 40 Jahren generell verlangsamt. Aus diesen Gründen sind eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten und mehr körperliche Bewegung sehr sinnvoll.

14. Wieso leiden manche Frauen stärker unter den Wechseljahren als andere?

Etwa zwei Drittel aller Frauen in den Wechseljahren spüren zumindest leichte Beschwerden. Deren Stärke, Dauer und Häufigkeit bestimmen verschiedene Faktoren. Einerseits können auch die Gene den Beginn und Verlauf der Wechseljahre bzw. der typischen Beschwerden bestimmen. Andererseits ist die Rolle der Psyche dabei nicht zu unterschätzen. Die Frage, wie Sie ganz persönlich mit dem Älterwerden umgehen, ist genauso wichtig wie die der Belastung durch Stress oder seelischen Druck aus dem beruflichen oder familiären Umfeld. Frauen, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Körper und zum Älterwerden haben, kommen in der Regel auch einfacher durch die Wechseljahre.

15. Stimmt es, dass die Lust auf Sex in den Wechseljahren sinkt?

Selbstzweifel und Stressbelastung – meist liegen die Ursachen für nachlassende Lust am Sex in der Psyche. Ein Nachlassen der Libido in den Wechseljahren hängt in der Regel nur indirekt mit dem sinkenden Östrogenspiegel zusammen: Durch den sinkenden Östrogenspiegel verliert die Haut Feuchtigkeit und wird generell trockener. Eine trockene Scheidenschleimhaut kann zu Reibung und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Hier können Gleitmittel Abhilfe schaffen.

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