Stark und zuversichtlich in den Neuanfang

In den Wechseljahren ist Ihr Körper im Umbruch - Ihre Seele ist es auch. Kein Wunder, denn in dieser Phase tut sich bei vielen Frauen so einiges:

  • Die Kinder werden selbstständiger, sind vielleicht schon aus dem Haus. Das vereinfacht und entspannt Ihren Alltag.
  • Im Job haben Sie sich bewiesen - Sie können Erfolge vorweisen und wollen neue Herausforderungen.
  • Die Partnerschaft könnte eine Auffrischung gut gebrauchen - oder das Eingeständnis, dass eine Trennung besser ist.

Ganz klar: Die Zeichen der Zeit stehen auf Neuanfang, ein neuer Lebensabschnitt kündigt sich an. Das prickelt und ist aufregend, macht aber auch nervös. Denn die Selbstzweifel lassen selbst starke Frauen zögern: Werde ich eine neue berufliche Herausforderung packen? Will ich wirklich herausfinden, ob meine Ehe vorbei ist? Sind meine Jugendträume noch das, was ich heute erreichen will? Was will ich mit dem Rest meines Lebens machen?

All diese Fragen können einen um den Schlaf bringen. Nagende Unzufriedenheit ist ein Symptom, dass Sie etwas tun müssen. Auch wenn Veränderungen zunächst mal Angst machen. Sie kosten Kraft und Durchsetzungswillen, Mut und Zuversicht. Alles nicht so einfach, wenn die Hormone durch das Klimakterium gerade verrückt spielen und sich die typischen Wechseljahr-Beschwerden bemerkbar machen. Aber wir können uns von starken Menschen einiges abschauen:

Jeder gelungene Neuanfang basiert auf Selbstvertrauen

Für alles, das Sie vielleicht ändern möchten, brauchen Sie Vertrauen in sich selbst. Ohne die Zuversicht, dass Sie Ihr Leben neu ausrichten können, geht es nicht. Fünf Tipps, wie Sie Ihr Selbstbewusstsein in den Wechseljahren stärken:

1.) Sprache ist Macht.

Streichen Sie das Wort "eigentlich" aus Ihrem Wortschatz, am besten auch gleich den Konjunktiv. Nehmen Sie Ihre Ansprüche und Gefühle ernst. Das drückt sich auch in Ihrer Wortwahl aus, wenn Sie über Ihre Ziele sprechen und sie in Taten umsetzen:

"Eigentlich müsste ich mal..." -> "Ich werde ab sofort..."

"Ich wäre eigentlich viel besser geeignet..."-> "Ich schlage mich für die Aufgabe vor."

"Eigentlich wäre mir viel lieber..." -> "Ich werde ihm/ihr sagen, wie ich mir das vorstelle."

2.) Eigenlob stinkt nicht.

Üben Sie sich in Wertschätzung in eigener Sache, indem Sie anerkennen, was Sie alles bereits geleistet und erreicht haben. Ziehen Sie Kraft aus der positiven Erinnerung, wie Sie bereits Krisen gemeistert haben. Schreiben Sie das auf, damit Sie sich in dunkleren Stunden damit aufbauen können.

3.) Wer schreibt, bleibt.

Ein abgedroschener Spruch, aber es lohnt sich wirklich, wenn Sie Ihre Ziele schriftlich festhalten. Das ist viel verbindlicher als wenn Sie sie nur mündlich formulieren. Praxis-Tipp: Schreiben Sie sich jeden Abend drei Dinge auf, die an dem Tag gut geklappt haben oder die einfach schön waren. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Aber so nehmen Sie das Positive, das Gelungene besser wahr und gehen mit guten Gedanken schlafen.

4.) Kleine Schritte zählen auch!

Es muss nicht immer gleich der große Wurf oder Bruch sein. Der Weg in ein neues Leben fängt mit kleinen Schritten an. Aus kleinen Erfolgen ziehen Sie die Kraft und das Selbstbewusstsein für die großen Schritte in Richtung Veränderung. Praxis-Tipp: Ersetzen Sie jedes "Ja, aber..." durch ein "Ja, und...". Diese vermeintlich kleine Änderung hat oft überraschend große Effekte, weil Sie so das Machbare betonen und nicht die möglichen Hindernisse.

5.) Schicken Sie den inneren Kritiker in Urlaub

Den inneren Kritiker erkennen Sie an der mahnenden, zweifelnden, überkritischen Stimme in Ihrem Kopf. Diese Stimme erhebt sich bei vielen Frauen, sobald sie ernsthaft eine Veränderung in Erwägung ziehen. In gesundem Maße erinnert uns der innere Kritiker daran, nicht überstürzt ins Abenteuer zu jagen. Aber bei vielen Frauen ist der innere Kritiker zu mächtig, er hält uns dann davon ab, unsere Talente auszuschöpfen - aus lauter Angst zu scheitern.
Daher: Schicken Sie den inneren Kritiker in Urlaub. Listen Sie Vor- und Nachteile jeder Veränderung auf. Recherchieren Sie, probieren Sie Dinge aus. Und untermauern Sie die Argumente so mit Fakten statt sich selbst mit Übervorsicht und Selbstzweifel auszubremsen.

Jugendträume

Jede Frau hat Träume aus der Jugend, die sie nicht umgesetzt hat. Jetzt aber hätten Sie die Möglichkeit, sie wahr werden zu lassen. Die Frage ist nur: Wollen Sie das immer noch? Passt es jetzt noch zu Ihnen? Wenn ja, dann gibt es nur einen Weg, das herauszufinden: Wagen Sie es! Wenn nein: Schön, dass Sie ehrlich zu sich selbst sind. Dann haben Sie jetzt den Freiraum, neue Träume zu leben.

Annette Höldrich

(Lady of Style)

www.ladyofstyle.com/about-me

Annette Höldrich über Wechseljahre und ihr Mantra „Innere Stärke“

Bloggerin Annette Höldrich schildert ihren Umgang mit den Wechseljahren. Innere Stärke, die richtige Einstellung auf dem Weg zum Neuanfang und Gleichgesinnte in dieser Phase sind ihre ganz persönlichen Helfer.

Durchstarten im Beruf

Ohne Ihre Kinder versorgen oder Mama-Taxi spielen zu müssen, können Sie endlich wieder den ganzen Tag im Büro arbeiten. Vielleicht ergibt sich die Chance auf eine Beförderung oder eine Fortbildung. Und wenn nicht? Welche Optionen haben Sie noch? Sehr wahrscheinlich sind es mehr als Sie im ersten Augenblick glauben. Praxis-Tipp: Schreiben Sie ALLE Möglichkeiten auf - die Bewertung kann später erfolgen.

Klar, es ist schwierig, die eigene Situation objektiv zu erfassen. Suchen Sie sich Hilfe! Sie könnten sich zum Beispiel mit guten Freundin gegenseitig coachen. In einer vertrauensvollen, ehrlichen Atmosphäre gelangen Sie so zu Einsichten und Inspirationen, die Sie weiterbringen. Falls diese Möglichkeit nicht besteht: Es gibt viele Frauennetzwerke - vor Ort wie auch digital - in denen Sie Gleichgesinnte finden.

Neue Chancen für die Beziehung

Viele Frauen erleben die Mutterschaft als Abschied von der Gleichberechtigung: Plötzlich liegt die Hauptlast der Erziehung und des Haushalts bei ihnen. Der Ehemann oder Lebensgefährte fährt mit seinem bisherigen Leben weitgehend ungestört fort, inklusive Vollzeitjob und Karriere. Aber jetzt, mit dem Flüggewerden der Kinder, ändert sich das wieder. Die Beziehung wird neu austariert und das kann für beide nicht einfach sein. Wichtig ist eine gute Gesprächskultur: Sprechen Sie die Dinge an, die Sie stören oder die Sie verändern möchten - ohne Vorwürfe, versteht sich. Genießen Sie wieder die Zeit zu zweit, unternehmen Sie etwas gemeinsam. Oder noch besser: Suchen Sie sich ein Hobby, das Ihnen beiden gefällt.

Fazit: Es tut sich viel in Ihrem Leben - und das ist gut so!

 

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