Trockene Haut in den Wechseljahren

Warum wird die Haut während der Wechseljahre trocken?

Die Ursache liegt vor allem in der Hormonumstellung: Östrogen steuert viele Prozesse im Körper, auch die Durchblutung und den Stoffwechsel der Haut. Das weibliche Hormon sorgt dafür, dass die Haut Wasser speichert, zudem hat es einen positiven Einfluss auf die Kollagenbildung. Kollagen ist Teil des Bindegewebes und ein straffes Bindewebe lässt die Haut insgesamt glatter erscheinen.

Mit Beginn der Wechseljahre sinkt die Produktion von Östrogen. Und ohne Östrogen wird die Haut aufgrund des reduzierten Wassergehalts schnell dünner und ist weniger elastisch. Die Folge: Fältchen und Falten im Gesicht, trockene Haut am ganzen Körper, teilweise juckend und schuppend. Besonders betroffen sind die Oberarme und Schienenbeine.

Welche Pflege braucht meine Haut während der Wechseljahre?

Durch die richtige Hautpflege kann trockener Haut vorgebeugt werden. Daher sollten Sie sie mindestens zwei Mal täglich am besten mit Wasser-Öl-Emulsionen pflegen. Bei sehr trockener Haut kommen auch wasserfreie oder harnstoffhaltige Salben in Betracht. Damit beim Duschen nicht zu viel vom hauteigenen Schutzmantel zerstört wird, sollten Sie möglichst auf pH-neutrale Seifen oder Syndets und nicht zu sehr schäumende Duschlotionen zurückgreifen.

Für schöne Haut lohnt es sich, die Durchblutung anzuregen: Ideal sind sanfte Bürstenmassagen oder auch Saunabesuche. Oder trauen Sie sich einmal an kalte Wassergüsse à la Kneipp!

Darauf sollten Sie bei der Wahl Ihrer Hautpflege achten

Ein hoher Lichtschutzfaktor schützt die Haut vor zu viel schädlicher UV-Strahlung. Achten Sie auf Transparenz in der Deklaration ihrer Hautpflegeprodukte. Insbesondere auf beste Rohstoffqualität und eine Verarbeitung ohne chemisch-synthetische Zusatzstoffe.

Was sollte ich bei trockener Haut in den Wechseljahren beachten?

Hier kommen unsere Do‘s und Dont‘s zur idealen Hautpflege in den Wechseljahren. Zugegeben, einige Maßnahmen erfordern gerade zu Beginn Disziplin und einen starken Willen. Aber es lohnt sich!

Do‘s:

  • Feuchtigkeit von innen - heißt: Viel trinken! Am besten zwei bis drei Liter Wasser oder Tee pro Tag. Kaffee und Alkohol regen die Schweißbildung an, sind daher bei Beschwerden in den Wechseljahren nur in Maßen geeignet. Saft, Limonaden und Milch liefern zwar Geschmack, aber auch viele Kalorien. Sie sind also eher Genussmittel und keine Durstlöscher.

  • Gesunde Ernährung: Vor allem Biotin, Vitamin a und C sowie Zink sind gut für einen strahlenden Teint. Sie sorgen dafür, dass die Zellteilung schneller vorangeht und sich das verbliebene Kollagen besser regeneriert. Heißt im Klartext: Schön viel Gemüse und Obst essen, am besten zu jeder Mahlzeit.

  • Viel Schlaf! Ja, Wechseljahre gehen oft mit Schlafstörungen einher. Aber die Haut regeneriert sich während des Schlafs. Darum lohnt sich eine gute Schlafhygiene (Mehr zum Thema Schlaf in den Wechseljahren lesen Sie hier).

  • Sorgen Sie vor allem im Winter für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit bei Ihnen zu Hause und am Arbeitsplatz. Ideal sind 40 bis 60 Prozent. Messen Sie dazu die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer und stellen Sie bei Bedarf Luftbefeuchter auf. Aber Vorsicht: Luftbefeuchter sollten regelmäßig gesäubert werden, damit sie keine Keime und Schimmelsporen im Zimmer verteilen.

Tipp
Tipp

Sechs Tipps, wie Sie das Ziel von zwei Litern am Tag schaffen:

  • Gleich morgens nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser trinken. Das regt den Kreislauf an und bringt Ihnen 0,2 bis 0,3 Liter.

  • Stellen Sie sich eine große Wasserflasche (0,75 oder besser noch 1,5 Liter) auf den Schreibtisch oder in die Nähe Ihres Arbeitsplatzes. Bis Sie Feierabend haben, sollte sie leer sein.

  • Laden Sie sich eine App herunter, die Sie regelmäßig ans Trinken erinnert.

    Finden Sie Ihren Favoriten unter den Kräutertees: Warum nicht ein Tee-Tasting unter Freundinnen veranstalten?

  • Ein schönes neues Ritual: Gießen Sie sich abends eine beruhigende Teemischung auf. So trinken Sie nochmal mindestens 0,2 Liter und stimmen sich gleichzeitig auf eine gute Nacht ein.

  • Wenn‘s draußen heiß ist, brauchen Sie noch mehr Flüssigkeit: Peppen Sie Ihr Mineralwasser mit Eiswürfeln auf, in die Sie Minzeblättchen, Zitronensaft oder ähnliche Aromen eingefroren haben.

Dont‘s:

  • Rauchen: Nikotin sorgt dafür, dass die Haut schlechter durchblutet wird.

    Alkohol: Der Körper braucht viel Wasser, um Alkohol abzubauen - das fördert eine trockene Haut.

  • Sonnenbäder: Sie sind einfach nur anstrengend. Reife Haut produziert weniger Melanin, d.h. sie verbrennt leichter als früher.

  • Lange und heiße Bäder: Entspannen in der Badewanne ist zwar schön für die Seele, aber die Haut trocknet dabei aus. Lieber kurz und mit nur lauwarmen Wasser duschen.

  • Clever kleiden: Bei sehr trockener Haut kann Kleidung aus grober Wolle zusätzlich irritieren. Kunststofffasern können zu Hitzestau führen. Besser sind natürliche, leichte Stoffe wie Baumwolle oder Seide. Achten Sie auf hautfreundliche Waschmittel mit einem hohen ökologischen Qualitätsstandard.

Schüßlersalze für die Haut in den Wechseljahren

Mit Schüßlersalzen unterstützen  Sie Ihre Haut zusätzlich: Von innen als Tabletten oder Globuli und von außen als Salbe, Gel oder Lotio.

DHU Silicea Pentarkan® enthält eine Mineralsalz-Kombination aus den Wirkstoffen Silicea (Kieselsäure) und Calcium fluoratum (Kalziumfluorid) und fördert die Elastizität des Bindegewebes.

 

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